Michaela Mathy | 24.08.2026 | 7 Minuten Lesezeit

Du atmest jeden Tag ungefähr 20.000-mal.

Beim Schlafen, Autofahren, Arbeiten, Sport und natürlich auch jetzt, während du diesen Text liest.

Atmen passiert automatisch. Aber automatisch bedeutet nicht immer, dass deine Atmung dich optimal unterstützt.

Stress, Gewohnheiten, Körperhaltung und ein voller Alltag können beeinflussen, wie du atmest. Mit der Zeit können sich Atemmuster entwickeln, die deinen Körper zusätzlich belasten oder Anspannung verstärken.

Vielleicht kennst du eine dieser Situationen:

Oft nehmen wir nicht unsere Atmung selbst wahr. Wir bemerken nur, dass wir unruhig, angespannt oder erschöpft sind.

Illustration: KI-generiert
Illustration: KI-generiert

Was deine Atmung mit Stress zu tun hat

Deine Atmung verändert sich ständig. Beim Sport atmest du anders als im Schlaf, beim Treppensteigen anders als auf dem Sofa.

Auch dein Nervensystem beeinflusst deinen Atem. Wenn du gestresst oder angespannt bist, kann die Atmung schneller, flacher oder unregelmäßiger werden. Wenn dein Körper sich sicher und entspannt fühlt, wird sie häufig ruhiger und gleichmäßiger.

Diese Reaktion ist zunächst normal und sinnvoll.

Schwierig kann es werden, wenn sich eine ungünstige Atmung dauerhaft im Alltag festsetzt. In der Fachliteratur wird dabei unter anderem von dysfunktionalen Atemmustern gesprochen. Dazu können eine stark vom oberen Brustkorb geprägte Atmung, häufiges Seufzen, Luftanhalten oder eine im Verhältnis zum aktuellen Bedarf übermäßige Atmung gehören.

Dein Atem kann dir deshalb Hinweise geben, in welchem Zustand sich dein Körper gerade befindet.

Was ist funktionelles Atmen?

Funktionelles Atmen bedeutet nicht, dass du jeden Atemzug kontrollieren musst. Es bedeutet auch nicht, dass es nur eine einzige richtige Atemtechnik gibt.

Vielmehr geht es darum, dass deine Atmung möglichst gut zu deiner jeweiligen Situation passt:

Beim funktionellen Atemtraining schauen wir deshalb nicht nur darauf, wie du in einer Übung atmest. Wir betrachten auch, wie sich deine Atmung im Alltag verändert: beim Arbeiten, in Gesprächen, unter Zeitdruck oder während körperlicher Belastung.

Du möchtest verstehen, wie du unter Stress atmest und was du daran verändern kannst?
In einer Einzelsession schauen wir gemeinsam auf deine Atemmuster und entwickeln erste alltagstaugliche Schritte.
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Warum mehr Atmen nicht automatisch besser ist

Sauerstoff ist lebenswichtig. Trotzdem gilt nicht automatisch:

Mehr Luft bedeutet mehr Sauerstoff und damit eine bessere Versorgung.

Bei der Atmung spielt neben Sauerstoff auch Kohlendioxid, kurz CO₂, eine wichtige Rolle. CO₂ beeinflusst unter anderem, wie leicht Hämoglobin den transportierten Sauerstoff an das Gewebe abgibt. Dieser Zusammenhang wird als Bohr-Effekt bezeichnet.

Wenn du dauerhaft mehr atmest, als dein Körper gerade benötigt, kann zu viel CO₂ abgeatmet werden. Mehr atmen ist deshalb nicht automatisch besser atmen.

Eine funktionelle Atmung ist eher angepasst, ruhig und effizient. Du musst dabei nicht jeden Atemzug analysieren. Im Gegenteil: Atembeobachtung sollte dich nicht zusätzlich unter Druck setzen.

Eine einfache Atembeobachtung für deinen Alltag

Du kannst heute irgendwann deine Atmung beobachten, ohne sie sofort verändern zu wollen.

Am Computer, im Auto, beim Kochen oder während du auf eine Nachricht wartest, frage dich:

Versuche zunächst nicht, besonders tief oder besonders langsam zu atmen.

Beobachte einfach.

Manchmal ist die wichtigste Erkenntnis:

„Ach, so atme ich also.“

Atemtraining oder Breathwork?

Wenn du deine Atmung verändern möchtest, gibt es unterschiedliche Wege.

Beim funktionellen Atemtraining geht es darum, Atemgewohnheiten wahrzunehmen und Schritt für Schritt funktioneller zu gestalten. Wir schauen beispielsweise darauf, wie du in Ruhe, unter Stress und bei Belastung atmest.

Breathwork arbeitet ebenfalls bewusst mit dem Atem, je nach Methode jedoch teilweise intensiver. In meiner Arbeit nutze ich unter anderem transformatives Breathwork.

Dabei geht es nicht ausschließlich darum, ein Atemmuster zu optimieren. Der Atem kann auch eine Möglichkeit sein, wieder stärker mit deinem Körper und deinem inneren Erleben in Kontakt zu kommen.

Viele Menschen können sehr gut denken, analysieren, planen und funktionieren. Gleichzeitig wissen sie manchmal erstaunlich wenig darüber, wie es ihnen gerade tatsächlich geht.

Der Atem kann hier eine Brücke sein.

Wobei ich dich unterstützen kann

Meine Arbeit kann für dich interessant sein, wenn du:

In einer Einzelsession verbinden wir funktionelles Atemtraining mit Wissen über das Nervensystem. Wenn es zu dir, deiner Situation und deinem Anliegen passt, kann auch intensiveres Breathwork ein Teil der Arbeit sein.

Dabei geht es nicht darum, theoretisch „richtig“ zu atmen.

Wir schauen gemeinsam, was dein Körper gerade braucht und was sich in deinem Alltag wirklich umsetzen lässt.

So läuft eine Einzelsession ab

In einer ersten Sitzung nehmen wir uns Zeit für dein Anliegen und deine aktuelle Situation.

Wir schauen unter anderem:

Anschließend arbeiten wir mit passenden Übungen und Körperwahrnehmung. Du erhältst keine allgemeine Standardlösung, sondern Impulse, die zu deinem aktuellen Zustand und deinem Ziel passen

Atemarbeit ist kein Ersatz für medizinische Behandlung

Atemarbeit kann dich dabei unterstützen, deine Körperwahrnehmung zu verbessern und bewusster mit Stress und Atemgewohnheiten umzugehen.

Sie ersetzt jedoch keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Anhaltende Atemnot, Brustschmerzen, Schwindel, ungeklärte körperliche Beschwerden oder andere neue Symptome solltest du medizinisch abklären lassen.

Möchtest du deinen Atem bewusster nutzen?

Du musst nicht warten, bis Stress und innere Unruhe deinen Alltag noch stärker bestimmen.

Wenn du deine Atmung besser verstehen, ungünstige Atemgewohnheiten verändern oder wieder mehr Kontakt zu deinem Körper finden möchtest, können wir gemeinsam hinschauen.

Vereinbare eine Einzelsession für funktionelles Atemtraining oder Breathwork.

oder

Sichere dir hier ein 30-minütiges  kostenloses Kennenlerngespräch

und wir klären gemeinsam, ob und welche Form der Atemarbeit zu dir passt.

Du kannst bereits atmen. Die spannende Frage ist, was sich verändern kann, wenn du lernst, deinen Atem bewusst für dich zu nutzen.